Die 15jährige Bica lebt mit ihrem kleinen Bruder in Bukarest und hält sich mit Diebstählen notdürftig über Wasser. Eines Tages trifft sie auf den Ex-Polizisten Cristu, der ihr anbietet sie nach Deutschland zu bringen, wo sie schnell viel Geld verdienen kann und ein besseres Leben möglich wäre. Bica folgt Cristu und kommt so nach Düsseldorf. Dort muss sie mit anderen rumänischen Kids für Cristu als Taschendiebin arbeiten. Bei einem ihrer Diebeszüge trifft sie auf die gleichaltrige Milka. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zaghafte Freundschaft, von der Cristu nichts wissen darf.
„Beautiful Bitch“ zeigt den scharfen Kontrast zwischen dem harten Überlebenskampf in Rumänien und dem eher sorglosen Teenagerleben in Deutschland. Bica, die von ihrer neuen Freundin den Namen Bitch bekommt, lernt mit ihren 15 Jahren zum ersten mal ein normales Leben kennen. Streetballspielen, abhängen, Freundschaften. Aber ihrem Chef bleibt ihr geheimes Doppelleben nicht verborgen und so gerät Bica immer mehr unter Druck.
Der Film wendet sich an ein Publikum ab 12 Jahren und ist eine gute Gelegenheit mal wieder mit den eigenen Kids ins Kino zu gehen. Denn im Gegensatz zu den gängigen Teeniekomödien konfrontiert „Beautiful Bitch“ auch mit den Schattenseiten des menschlichen Lebens, mit existentiellen Konflikten und bietet so reichlich Gesprächsstoff. Besonders hervorzuheben ist die sehr gelungene Ästhetik des Film, dadurch fällt es dem Zuschauer leicht sich von der Geschichte gefangen nehmen zu lassen. Kurzum: Beautiful Bitch ist höchst empfehlenswert.
- Land:
- Deutschland
- Jahr:
- 2007
- Direktor:
- Martin Theo Krieger
- Verleih:
- Farbfilm Verleih
- Filmlänge:
- 103
- FSK:
- 12
- Beginn:
- 2008-08-14