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wer bin ich?
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Das.Genie |
#31 - 17.10.07 20:28:02
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nochmal: wenn die grundlage unseres ich-begriffes, also unserer identität, derart zweifelhaft und unsicher ist, wie können wir dann so felsenfest von einem kontinuierlichen und folgerichtigen ich ausgehen? machen wir uns da, platt gefragt, nicht mal wieder etwas vor? verdrängen wir nicht große teile unseres innenlebens und reduzieren uns selbst auf ein bild, das wir von uns gemacht haben? und wie kann man das alles eventuell ändern?
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Kurt0033 |
#33 - 18.10.07 06:17:09
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Zunächst mal glaube ich nicht, dass wir uns wirklich etwas vormachen. Den meisten Menschen ist durchaus bewusst, dass ihre Identität einem ständigen Wandel unterliegt, einem Wandel, auf dem sie nur begrenzten Einfluß haben - wenn überhaupt. Ich kenne jedenfalls niemanden, der z.B. behaupten würde, als Kind "Derselbe" gewesen zu sein wie heute. Der Ich-Begriff wird ja auch im täglichen Gebrauch vorsorglich ohne Frage nach der Identität benutzt, rein personell als Abgrenzung zu den Anderen, wie hier schon zutreffend festgestellt.
Des Weiteren sprichst Du leicht negativierend von Verdrängung. Das ist gar nicht vermeidbar denke ich. Das Bild, das wir von uns machen, beruht immer auf einer begrenzten Zahl von Informationen, wir werden zu einem Zeitpunkt nie alles über uns wissen. Unser Bild von uns ist insoweit immer nur soweit stimmig, wie sorgfältig wir bei einem Selbsterkenntnis-Prozess waren und im Bewusstsein, dass es trotzdem unvollständig ist.
Letztendlich stellt sich hier die gleiche Problematik, wie sie schon in der Frage nach dem Leben festgestellt wurde. Würde eine letztendliche Klärung der Frage nach unserer Identität nicht auch eine Klärung der Frage nach dem Leben erfordern? Oder geht Identität ohne Leben?
Viel interessanter finde ich die Frage, inwiefern wir bewußt-willentlich Einfluß nehmen können auf das, was wir sind. Unbeachtet dessen, ob dies überhaupt geht, sind unsere Möglichkeiten da auf jedenfall beschränkt.
Da ich keinen elegantenteren Abschluß meines Beitrages finde, mach ich's direkt:
Ich gehe jetzt erst mal pissen, danach eine qualmen, und nehme meine Identität mit.
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Das.Genie |
#34 - 18.10.07 11:08:19
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ich wollte auch gar nicht darauf abzielen, dass wir das rätsel unserer identität lösen sollen, sondern vielmehr, dass wir uns bewusst machen sollten, dass unsere identität in vielen punkten unsicher, unklar, zweifelhaft und vom zufall anhängig ist. und ich habe nicht den eindruck, dass das vielen bewusst ist. sonst gäbe es nicht so viele einfache und simple meinungsäußerungen, nicht zuletzt hier.
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Maschelonia |
#37 - 19.10.07 11:52:17
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schade! das würde dem ganzen mehr spannung verleihen 
ne, ich finde es wurde schon das wesentliche gesagt?!
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Das.Genie |
#38 - 19.10.07 12:51:11
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na gut, aber dann können wir jetzt ja mal ins detail gehen. wenn sonst niemand will, mache ich das eben. aber ich gebe euch noch ein bisschen zeit, um das bisher gesagt zu verdauen.
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Triton21 |
#39 - 20.10.07 00:49:05
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Da halt ich es mit Descartes und sage: "Cogito ergo sum" =
...ich denke als bin ich...
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