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was ist mit gewissheit sicher?
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Das.Genie |
#1 - 28.07.07 11:03:53
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Beiträge: 2385
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gewissheit, leute, ist etwas ziemlich ungewisses, oder? auch wenn das machem paradox klingen mag. macht ja nix.
unser alter kumpel, ludwig wittgenstein, hat sich da auch mal so seine gedanken gemacht. er war der auffassung, dass wir uns stets irren können. wo und wie wir tatsächlich zugang zu wahrheit haben, hat ihn nicht interessiert, ihm ging es eher darum, inwiefern zweifel und der gedanke an einen irrtum aufgrund ihrer verwurzelung im sprachspiel sinnlos oder unverständlich werden können.
die struktur der sprache, so meinte er, verführe uns etwa gelegentlich dazu, zweifelsätze zu bilden, wo es gar keinen zweifel gäbe.
weiter meint wittgenstein, der radikale skeptiker, der an allem zweifeln möchte, übersehe, dass zweifel nur in einem system von gewissheiten sinnvoll werden. also sei sprachlicher zweifel an etwas in der außenwelt existierendem nur sinnvoll, weil man dabei nicht an der bedeutung der eigenen worte zweifele. akzeptiere aber jemand diese gewissheiten nicht, sondern zweifele sie an, so zeige sich hierin unverständnis der zugrunde liegenden begriffe. damit innerhalb der sprachgemeinschaft sinnvoller zweifel möglich sei, müsse zunächst ein system von sätzen angenommen werden, die der überprüfung entzogen wären.
keinesfalls meinte wittgenstein damit aber ein starres system, sondern ein dynamisches, das sich mit den sich wandelnden lebensformen ebenfalls verändert. das heißt,
ein satz, der früher dem urteilen zugrunde lag, könnte nun selbst zu einem erfahrungssatz werden oder umgekehrt.
was meint ihr denn so dazu? hat wittgenstein recht oder stimmt ihr eher den klassischen skeptikern zu, die stets eine lösung der unbegründeten zweifel verlangten, während old witti findet, dass man zum zweifeln gründe benötigt?
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Prof.Lochner_vo... |
#2 - 28.07.07 22:15:41
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Beiträge: 7760
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Oh, endlich mal wieder ein Thread mit etwas mehr Niveau. Und das Schoenste dabei ist: Die meisten Trottel hier haben keinen Schimmer, worum es geht. Herrlich. Hehehe.
Zunaechst einmal stimme ich dem Herrn Wittgenstein durchaus zu, dass man beim Hinterfragen der Dinge unbedingt auch die Sprache in Betracht ziehen muss. Sprachen sind eigenstaendige Systeme, die eigenen Gesetzmaessigkeiten gehorchen. Desweiteren beschreibt Sprache keineswegs, wie viele glauben, Realitaet, sondern konstituiert vielmehr Realitaet, was ein himmelweiter Unterschied ist.
Interessant ist auch sein Einwand, dass Zweifel ueberhaupt nur auf der Grundlage gewisser Grundgewissheiten denkbar ist - eine notwendige Einschraenkung des ausufernden Skeptizismus, ueber die ich noch etwas laenger nachdenken muss. Geben Sie mir noch etwas Zeit. Danke.
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Das.Genie |
#3 - 29.07.07 17:03:43
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ich geb dir höchstens noch zwei stunden. das muss ja wohl reichen. oder wirst du langsam senil? sind doch olle kamellen für dich, oder?
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Prof.Lochner_vo... |
#4 - 29.07.07 17:15:42
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Beiträge: 7760
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Naja, meine Studienzeit, zu der ich mich zuletzt intensi mit Witti befasst habe, ist auch schon was her. Daher bitte ich um etwas Nachsicht. Danke.
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Das.Genie |
#5 - 31.07.07 22:04:35
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na gut. und was ist mit den anderen pennern? wieder mal nur bahnhof verstanden, ja? wieder mal keinen blassen schimmer, worum es geht? hm. wozu gibt es euch eigentlich? als pausenclowns? los jetzt hier, stregt mal euer kleinhirn an.
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asango1 |
#7 - 02.08.07 10:14:22
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Beiträge: 700
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Und dabei ist es doch sicher,
dass die Verhandlungen um das Honorar für die Lebensgeschichte abgeschlossen werden.
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