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Ein wunderschönes Gedicht!
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Prof.Lochner_vo... |
#1 - 13.08.06 14:05:06
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Beiträge: 7760
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Nun, liebe Anwesende, ich musste zu meiner tiefen Enttäuschung feststellen, dass es sich als leider unmöglich oder doch zumindest sehr schwierig darstellt, eine einigermaßen ersprießliche Diskussion philosophischer oder politischer Natur mit Ihnen zu führen.
Ich will jeodh keineswegs nachtragend erscheinen. Daher habe ich nun ein etwas weicheres Thema für Sie vorbereitet. Vielleicht ist es ja in der Tat besser geeignet, Ihren Geschmack zu treffen.
In der Folge finden Sie ein herrliches Gedicht aus der genial geführten Feder von Dschellaleddin Rumi, auch bekannt als Maulana oder Mevlana ("unser Meister").
Mevlana lebte im 13. Jahrhundert im damaligen persischen Reich (heute gehört sein Geburtsort zu Afghanistan und sein späterer Wirkungsort zur Türkei) und zählt zu den unbestritten größten Sufi-Dichtern.
Da der Terminus "Sufis" hier eher für Stirnrunzeln sorgen dürfte, sei gesagt, dass dies islamische Mystiker sind , die vor allem nach der Einheit, der Vereinigung mit dem Schöpfer, den sie als "den Geliebten" bezeichnen, streben. Statt sich zum Erreichen dieses Ziels aber von der Welt abzukehren, suchen sie gerade den Kontakt und Austausch mit den Menschen. Der Sufi-Heilige Abu Sa'id etwa schrieb : "Wenn man sich Gott nähern will, muss man ihn in den Herzen der anderen suchen." Die Vereinigung mit dem Allerhöchsten wird von den Sufis meist als rauschhaft empfunden.
Mevlana wiederum, dessen Charkater vor allem von Demut, Mitleid und Nächstenliebe geprägt war, zeichnet für eines meiner absoluten Lieblingsgedichte verantwortlich, dass Sie im folgenden finden. Da die Anzahl der Leute, die über detaillierte Kenntnisse des Altpersischen verfügen, sehr überschaubar sein dürfte, habe ich mich schweren Herzens entschieden, es in der deutschen Übersetzung zu veröffentlichen.
Lesen Sie und genießen Sie die göttlichen Zeilen:
Warte, bis du in dich selber blickst
Erkenne, was dort wächst.
O Suchender.
Ein Blatt in diesem Garten
Bedeutet mehr als alle Blätter,
Die im Paradies du findest!
Wenn Sie möchten, können Sie sich nur zu gerne mit einem Ihrer eigenen Lieblingsgedichte revanchieren. Danke.
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danny90m |
#2 - 13.08.06 14:06:11
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Beiträge: 786
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"Es ist kein Zeichen von Männlichkeit oder sonst irgendwas, mit Parolen wie "Deutschland den Deutschen" um sich zu schmeißen." Stephan, Böhse Onkelz
ist das nicht n viel besserer text, er drückt wenigstens mehr verständlichkeit aus
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Prof.Lochner_vo... |
#3 - 13.08.06 14:10:34
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Beiträge: 7760
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In der Tat ist Ihr "Lieblingsgedicht" sehr leicht verständlich. Ob seine Botschaft allerdings als etwas anderes denn völlig banal bezeichnet werden kann, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Vielleicht sollten Sie lieber dem Rat des Sufi-Meisters Folge leisten und in sich selbst einen Blick werfen. Versuchen Sie es!
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eley76 |
#4 - 13.08.06 14:14:34
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Beiträge: 154
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@ prof.
Du und Deine Feststellung gehen mir am arsch vorbei.
Hast du Ahnung von Mathe oder Java-Programmierung??? bestimmt nicht...
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danny90m |
#5 - 13.08.06 14:14:44
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Beiträge: 786
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okay, sie mögen diesen text nicht, wie wäre es denn damit?
"Ich hör' Euch reden, doch niemals fragen,
ich hör' Euch reden, reden, doch nichts sagen.
Worte, nichts als Worte, ich hab fast alles schon gehört,
Nichts als leere Phrasen, die nicht wehtun und nicht stör'n.
Ihr wollt mir sagen, was ich tun und lassen muss...
...wo fängt was an und wo ist Schluss.
Ich hasse Eure Lügen, Eure doppelte Moral,
und Eure sogenannte Freiheit ist mir scheissegal!
Was ist verboten, was legal?
Was ist entartet, was normal?
Was soll ich hör'n, was darf ich seh'n?
Wen darf ich hassen, wohin darf ich geh'n?
Wen darf ich lieben, wem stell ich Fragen?
Wer darf mein Freund sein, was darf ich sagen?
Wenn ich reden will, dann tu ich's,
ihr bringt mich nicht zum schweigen!
Wenn ich kämpfen muss, dann tu ich's,
niemand bringt mich zum verneigen!
Denn ich hasse Eure Lügen, Eure doppelte Moral,
und Eure sogenannte Freiheit ist mir scheiss - scheissegal!"
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Prof.Lochner_vo... |
#6 - 13.08.06 14:19:34
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Beiträge: 7760
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In der Tat. Zumindest deutlich ausdrucksvoller als der vorhergehende.
Was mich überrascht: Der Autor formuliert doch in der Tat zahlreiche Fragen, denen man durchaus philospohischen Charakter zuordnen kann. Angesichts Ihrer Totalverweigerung, was philosophische Fragestellungen ansonsten angeht, wundert mich das doch ein wenig.
Welche Antwort würden Sie persönlich denn auf die Fragen geben, die der Autor dieses Gedichts an den Leser (bzw. Hörer, ich nehme an, es handelt sich um einen Songtext) stellt?
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klein-kiwi |
#7 - 13.08.06 14:28:40
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Beiträge: 3335
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Egoismus
Schlimm, wie er doch die Welt regiert,
ein jeder nur einsam alleine friert.
Das Wohle der andern, das sieht er nicht,
das EGO auch Freundschaft und Liebe bricht.
Hauptsache ICH...mir gehts doch gut.
Sieht nicht das Leid, Krieg, Krankheit, Blut.
Kommt gut mit sich allein zurecht,
doch wehe DU....gehts dir mal schlecht.
Dein EGO Blut und Wasser schwitzt.
JETZT du mal ganz allein da sitzt,
und wunderst dich , dass keiner sieht,
wie schlecht's dir geht, was hier geschieht.
Mit offenen Augen durch das Leben,
nicht Eigennutz und auch mal geben,
das sollte unser Denken sein,
dann ist man nicht so viel allein.
Verantwortung für das Gefühl
der andern haben - und nicht kühl
nur an sich alleine denken,
sondern Menschlichkeit verschenken.
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danny90m |
#8 - 13.08.06 14:30:54
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Beiträge: 786
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"Das unbenannte Gefühl
War hier schon vorher, könnte nicht sagen, dass es mir gefällt
Starte ich, alles aufzuschreiben?
Lass mich dich in meine Welt hineinziehen.
Kannst du mir nicht helfen normal zu sein?
Benenne es für mich, erhitze die kalte Luft
Nimm die Kälte aus meinem Leben
Und wenn ich könnte würde ich meine Augen verdrehen
Um hinein zuschauen, zu sehen was kommt.
Es wird lebendig
Und ich sterbe, ein wenig mehr
Es wird lebendig
Und jeden moment hier, sterbe ich ein bisschen mehr
Dann das unbenannte Gefühl
Es wird lebendig
Dann das unbenannte Gefühl
Nimmt mich weg
Ich bin verrückt in deinen näherkommenden Armen
Ich kann nicht schlafen in dieser heruntergekommenen Welt
Ich habe mich sicher in dieser Einsamkeit gefühlt
Aber ich kanns nicht länger aushalten.
Überquere mein Herz und hoffe nicht zu sterben
Verschlingendes Böses reitet die Luft
Verliere mich selbst in einen überfüllten Raum
Du Narr, du Narr, es wird hier bei sein
Es wird lebendig
Und ich sterbe, ein wenig mehr
Es wird lebendig
Und jeden moment hier, sterbe ich ein bisschen mehr
Dann das unbenannte Gefühl
Es wird lebendig
Dann das unbenannte Gefühl
Zeigt mir diesen Weg
Und ich warte auf diesen Zug
Zehen über der Linie
Und dann das unbenannte Gefühl
Nimmt mich weg.
Nimm diese Scheiße weg von hier
Ich will nur die Scheiße von mir wegbekommen.
Ich tobe, ich verglase, ich verletze, ich hasse!
Ich hasse es alles, warum? Warum? Warum ich?
Ich kann nicht mit so einem Kopf schlafen
Ich will weinen, ich will schreien
Ich tobe, ich verglase, ich verletze, ich hasse!
Ich will alles weghassen."
übersetzung des textes "the unamed feeling" von Metalica
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oekovick |
#9 - 13.08.06 14:34:46
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Beiträge: 743
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Ich würde Ihr Gedicht sehr gerne in der Originalsprache lesen.
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